O2
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Jährliche Kohlendioxid-Bindung und Sauerstoff-Freisetzung der Südtiroler Obstbaufläche

Pflanzen nehmen Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Luft auf und wandeln es zusammen mit Wasser (H2O) in Zucker (C6H12O6) und Sauerstoff (O2) um.
Diese Umwandlung wird Photosynthese genannt und erfolgt im grünen Blattfarbstoff der Pflanzen, dem Chlorophyll.
Die für diese Reaktion notwendige Energie wird in Form von Sonnenlicht vom Chlorophyll aufgenommen.
Die Netto-Reaktionsgleichung dafür lautet:

6 CO2 + 6 H2O 𝐿𝑖𝑐ℎ𝑡→ C6H12O6 + 6 O2

In Worten bedeutet dies:
Aus 6 Molekülen/Teilchen CO2 und 6 Molekülen H2O entsteht durch Energiezufuhr ein Molekül Traubenzucker (Glucose) und 6 Moleküle O2.

Gemäß dieser Reaktionsgleichung werden gleich viele Teilchen CO2 gebunden wie O2 freigesetzt. (CO2 Bindung : O2 Bildung → Verhältnis 1:1).

Die molare Masse von CO2 beträgt 44,01 g/mol[1]: 1 mol[2] CO2 = 44 g
Die molare Masse von O2 beträgt 32 g/mol: 1 mol O2 = 32 g

Ein Hektar (ha) Obstbaufläche entspricht ca. 48.000 bis 50.000 m² Laubfläche. Ein ha Obstbaufläche setzt durch die Photosynthese ca. 8 – 10 Tonnen (t) O2[3] (inklusive Grasnarbe) im Jahr frei.

10 t O2/ha = 312.500 mol O2 = 312,5 Kilomol (kmol)

Verhältnis CO2 Bindung : O2 Bildung → 1:1

312,5 kmol CO2 werden gebunden = 13,75 t CO2/ha

Bezogen auf die Südtiroler Obstbaufläche mit 18.000 ha bedeutet dies pro Jahr:
→ 247.500 t CO2 werden gebunden (18.000 ha * 13,75 t CO2)
→ 180.000 t Sauerstoff werden freigesetzt (18.000 ha * 10 t O2)

[1]Molare Masse= Gewicht einer bestimmten Anzahl (mol) von Molekülen.
[2]Einheit mol: ein Mol entspricht 6,022* 1023 Molekülen.
[3]Hochrechnung von Werten aus: Wibbe, Blanke, Lenz, 1993 “Effect of fruiting on carbon budgets of apple tree canopies”.
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Sustainapple

Viele Infos zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie auf der Seite von
www.sustainapple.it


Hier ein Bericht von AGRIcoltura100 zum Thema Nachhaltigkeit im Agrarsektor:

Die Übersetzung auf Deutsch finden Sie hier:

AGRIcoltura100
AGRIcoltura100

Bericht des European Fruit Magazins:

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CO2 - ZERTIFIKATE

Ich nehme an, Sie alle kennen Elon Musk und seine Firma Tesla. Erstmals in der siebzehnjährigen Geschichte dieses Herstellers von Elektroautos wurde 2020 Gewinn geschrieben: 595 Millionen Euro. Interessant ist, daß der Großteil dieses Gewinns nicht durch den Verkauf von Autos erwirtschaftet wurde, sondern durch den Verkauf von Emissionszertifikate.
401 Millionen Dollar der insgesamt 575 Millionen Dollar des Betriebsgewinns stammten im vierten Quartal des Vorjahres von diesen Zertifikaten. Automobilhersteller können im US-Bundesstaat Kalifornien, der Heimat von Tesla, sogenannte Zero Emission Vehicle-Credits (ZEV-Credits) für jedes emissionsarme oder emissionsfreie Auto, das sie in diesem Bundesstaat verkaufen, erhalten. Die meisten solcher Credits bringen E-Autos mit großer Reichweite. Genau die Autos, die Tesla baut. Die Folge ist, daß Tesla auf einem großen Berg dieser ZEV-Credits sitzt. Damit verdient Tesla Geld.
Kalifornien verpfichtet die großen Automarken nämlich, einen immer größeren Anteil an Zero Emission Vehicles – Fahrzeuge, die kein oder wenig CO2 ausstoßen – zu verkaufen. Manche Unternehmen, die bei den Elektroautos noch nicht so weit sind oder die neben Elektroautos auch viele Benzin- und Dieselfahrzeuge verkaufen, erfüllen die Vorgaben nicht. Sie können wählen: Strafe zahlen oder bei anderen Marken wie Tesla ZEV-Credits kaufen. Da Tesla nur Elektroautos verkauft, schwimmt dieses Unternehmen in solchen Zertifikate. Deren Verkauf an andere Automobilhersteller Automobilhersteller ist für Tesla zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden.

Als ich dies las, musste ich an eine der Online-Veranstaltungen im vergangenen Winter denken. Dort wurde gesagt, daß die Landwirtschaft als einziger Sektor einen positiven Beitrag zu den CO2-Emissionen leiste. In organischer Substanz im Boden wird nämlich viel CO2 gespeichert. Der Obstbau leistet einen noch größeren Beitrag, weil dort nicht nur im Boden, sondern auch in den Bäumen CO2 gespeichert wird.
Der europäische Green Deal verfolgt das Ziel, Europa bis 2050 CO2-neutral zu machen. Zweifellos wird das System von Abgaben, die Unternehmen für ihren CO2-Ausstoß zahlen müssen, weiter ausgebaut. Wäre es nicht toll, wenn wir als Obstbauern so wie Tesla CO2-Zertifikate an Unternehmen, die zu viel dieses Treibhausgases ausstoßen, verkaufen könnten? Ein Betrag für jeden Hektar über fünf Jahre alte Obstanlagen, plus ein Betrag pro % organische Substanz im Boden zum Beispiel. Letzteres wäre zudem ein Stimulans für Obstbauern, die organische Substanz im Boden weiter zu erhöhen (ja, ich weiß, das ist nicht einfach). Dies brächte den Obstbauern nicht nur einen direkten Vorteil in Form jährlicher Einnahmen, sondern auch einen indirekten in Form einer Qualitätsverbesserung des Bodens und würde zudem einen Gewinn für die Artenvielfalt und die Umwelt darstellen.

Gerard Poldervaart
Chefredakteur EFM

GESUNDHEIT

Apple a day
An apple a day keeps the doctor away ist ein englisches Sprichwort, das auf Deutsch etwa „ein Apfel pro Tag hält den Doktor fern“ bedeutet. Zum ersten Mal nachweisbar tauchte dieses Sprichwort 1866 in einer walisischen Zeitschrift auf, damals hieß es noch: “Eat an apple on going to bed, and you’ll keep the doctor from earning his bread” (deutsch etwa „Iss einen Apfel vorm Zubettgehen und dein Arzt kann sich seine Brötchen nicht mehr verdienen“).
Bekannt wurde das Sprichwort im 20. Jahrhundert, als die angeblich gesundheitsfördernde Wirkung des Apfels zunehmend bekannt wurde. Das Sprichwort ist weltweit so bekannt, dass es in vielen Sprachen als englisches Original oder in einer wortwörtlichen und doch möglichst gereimten Übersetzung verwendet wird. Ein Beispiel: “una mela al giorno toglie il medico di torno” (Italien).

HIER EIN BERICHT ÜBER DIE KREBSVORBEUGENDE WIRKUNG DES APFELS:
European Frut Magazin, vom Februar 2013

PDF - Äpfel als Verbündete in der Krebsprävention - PDF


Apfelschale und Fleisch enthalten pro-neurogene Verbindungen:

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