Apfelernte früher

Geschichte der Obstgenossenschaft Melix

Viele Jahrhunderte hindurch wurden die Apfelbäume zur Selbstversorgung der bäuerlichen Familie angepflanzt. Bereits in Aufzeichnungen von 1844 wird die Obstbauzucht im Raum Brixen erwähnt (Weiße Rosmarinäpfel von Albeins). Die Beförderung des Obstes über die Landesgrenze hinaus besorgten die sogenannten „Kraxenträger“. Die Errichtung der Eisenbahnlinie über den Brenner im Jahr 1867 erleichterte und förderte den Apfelexport. Der Apfel galt damals als Luxusgut und gelangte bis zu den Kaiserhöfen nach Wien und St. Petersburg.

1944 wurde die Obsterzeuger-Genossenschaft Brixen gegründet und ist seit 1945 Mitglied des Verbandes der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG), der unter seinem Dach 15 Obstgenossenschaften vereint.
Anfänglich wurden die noch geringen Ernten in verschiedenen Lagern untergebracht. Doch die Erträge wuchsen ständig, so daß im Jahr 1961 das erste eigene Magazin in der Nähe des Brixner Bahnhofes entstand. Später wurde dann nach Vahrn in die Brennerstraße 13 übersiedelt, wo der Betrieb heute steht.
Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Genossenschaft kam im Jahr 2000, als die Fusion mit der Eisacktaler Saatbaugenossenschaft vollzogen wurde.
In den Folgejahren vergrößerte sich der Betrieb zunehmend. Rasch wurden die Erträge fast vervierfacht.
Melix heute
Heute hat die OG Melix Brixen 173 Mitgliedsbauern und beschäftigt ca. 80 Mitarbeiter.
Die Melix ist ein Ganzjahresbetrieb, das heißt 12 Monate im Jahr werden hier Äpfel verarbeitet.
Im Schnitt werden hier mehr als 30.000 Tonnen Äpfel pro Jahr eingelagert.
Umgerechnet sind das über 150 Millionen Äpfel, welche in der Genossenschaft verarbeitet und in zahlreiche Länder weltweit verkauft werden.

Zum Sortenspiegel der Genossenschaft zählen unter anderem die bekannten älteren Sorten wie Golden Delicious, Royal Gala, Red Delicious, Fuji, Braeburn, Granny Smith, Pinova und Morgenduft, aber auch die neueren sogenannten Clubsorten/Vertragssorten wie Pink Lady, Kanzi, Envy, Yello, Cosmic, Sweetango, Jazz und Rubens. Insgesamt werden über 20 verschiedene Apfelsorten von unseren Mitgliedern produziert.

Ständig wurde der Betrieb erweitert und erneuert, so daß er heute zu den modernsten Obstgenossenschaften des Landes zählt.
Die OG Melix verfügt über mehrere Zertifizierungen wie ISO 9001:2008, BRC, IFS und GLOBALG.A.P.
Zudem setzt der Betrieb auf erneuerbare Energien und verfügt über eine große Photovoltaik Anlage.
Einzugsgebiet Melix

Einzugsgebiet der OG Melix

Das Einzugsgebiet der OG Melix Brixen erstreckt sich im Süden von Völs am Schlern und Ritten, über die Hanglagen von Feldthurns, bis hin zum Brixner Talkessel.
Im Norden reicht es über das Hochplateau von Natz-Schabs bis nach Mühlbach im Pustertal.
Insgesamt umfasst das Anbaugebiet 620 Hektar auf denen rund 2.530.000 Apfelbäume gepflanzt sind.
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JAHR NEUPFLANZUNGEN BÄUME
2018 80.971 Stück
2019 186.803 Stück
2020 245.599 Stück
2021 264.538 Stück
2022 ca. 111.000 Stück bestellt
Karte Einzugsgebiet

SORTENSPIEGEL ERNTE 2020

63%

GOLDEN DELICIOUS


9,8%

ROYAL GALA


6,2%

RED DELICIOUS


4,9%

NICOTER KANZI


4,4%

SCILATE ENVY


3,2%

SHINANO GOLD - YELLO


3,1%

FUJI


1,5%

BRAEBURN


1,4%

PINOVA


0,5%

SCIFRESH JAZZ


0,5%

GRANNY SMITH


1,5%

DIVERSE SORTEN